Bundesverkehrsministerium lehnt Verknüpfungsstelle im Wildbarren ab

Auf der Grundlage einer Studie des Deutsche Zentrums für Schienenverkehrsforschung (DZSF) äußerte eine Sprecherin des Bundesverkehrsministeriums auf Anfrage, eine vertiefte Planung unterirdischer Verknüpfungsstellen wäre nicht wirtschaftlich und insbesondere in Anbetracht des Risikos der Genehmigungsfähigkeit nicht zielführend. Die Bahn werde daher nun eine Optimierung der Lage der oberirdischen Verknüpfungsstellen Niederaudorf und Ostermünchen vertieft prüfen.

Fazit der Studie laut Pressemitteilung des DZSF: Es existiert in der EU kein geeignetes Referenzobjekt für eine solch komplexe unterirdische Verknüpfungsstelle mit Mischbetrieb von Güter- und Reisezügen. Verknüpfungsstellen in Tunnelbauwerken seien nicht vereinbar mit einigen Richtlinien der EU und des Eisenbahn-Bundesamtes. Der hilfsweise Nachweis gleicher Sicherheit wäre zwar grundsätzlich möglich, würde aber einen zu hohen Aufwand an Zeit und Kosten verursachen. Zudem wäre ein erfolgreicher Abschluss dieser Untersuchungen fraglich. Das DZSF empfiehlt daher abzuwägen, ob der Aufwand den zu erwartenden Nutzen eines solchen Bauvorhabens tatsächlich rechtfertigt.

Die Bürgermeister der betroffenen Gemeinden wollen sich mit der Entscheidung des Bundesverkehrsministeriums nicht abfinden und das weitere Vorgehen besprechen.

Links:

Pressemitteilung des DZSF

Download der DZSF-Studie

Bericht im OVB am 25.02.2022